Ist
Verein im Sinne des Art. 66 ff ZGB mit Sitz in Olten. Mehr...weniger ...
Der Verein entstand aus der Taskforce on Appropriate Physician Profiling (2008) und wurde im Januar 2010 statuarisch in VEMS umbenannt. Die Taskforce betreibt eine eigene wissenschaftliche Website, wo auch die Mitglieder des Vorstandes aufgeführt sind. Siehe: http://physicianprofiling.ch/Mitglieder.htm
Thematisiert die ethischen Grenzen der Ökonomisierung. Mehr...weniger ...
Ökonomisierung meint gleiche oder bessere Qualität zu niedrigeren Preisen. Dies mag für Waren gelten. In der Medizin besteht die Gefahr der versteckten Rationierung und damit des impliziten Qualitätsverlusts.
Schafft Synthesen zwischen Politik, Rechtssprechung, Überarztungsfragen, Statistik und Ethik. Mehr...weniger ...
Es besteht eine breite statistische Ignoranz, insbesondere bei der Rechtssprechung, bei der Erfassung von negativen Auswirkungen von Fallpauschalen und bei der statistisch korrekten und fairen Erfassung von Performance-Unterschieden.
Unabhängige Beurteilung von Benchmark-Aktivitäten. Mehr...weniger ...
Wir führen detaillierte Kontrollen von Kontroll-Instrumenten durch und helfen, Mängel zu erkennen, zu thematisieren und zu eliminieren.
Die ANOVA Methode der Santésuisse will versteckte Rationierung fördern. VEMS fordert ein Moratorium für diese skandalöse Methode. Mehr...weniger ...
Der Verein für Ethik und Medizin Schweiz ist gezwungen, den Dialog mit der Santésuisse bis auf weiteres zu sistieren.
Wenn die Santésuisse ihr Wirtschaftlichkeitsverfahren einem Moratorium unterwirft, sind wir wieder bereit, in den Dialog einzutreten.
Unsere Begründung:
Der Santésuisse beliebt es, Wirtschaftlichkeitsverfahren durchzuführen, welche katastrophale Folgen haben. Die Kölner Medizinethikerin Christiane Woopen sagte der Zeitung "Der Spiegel" im Januar 2010, dass es in Deutschland ein Tabu sei, darüber zu sprechen, welche Krankheiten mit welcher Priorität behandelt werden. Dieses Tabu sollte dringend aufgehoben werden, sagte Woopen, die auch Mitglied im Deutschen Ethikrat ist. Tatsächlich betreiben zwischen 67 und 73% der deutschen AerztInnen verdeckte Rationierung, wie empirische Studien, welche dem Hannoveraner Institut für Geschichte, Ethik & Philosophie der Medizin vorliegen, belegen.
In der Schweiz existiert das Tabu, öffentlich darüber zu sprechen, dass über 70% der AerztInnen in der Schweiz von der Santésuisse gezwungen werden, versteckte Rationierung zu betreiben. Diese versteckte Rationierung erhöht das Risiko für Herzinfarkt, Hirnschlag und Krebs und ist aus ethischer Sicht kategorisch abzulehnen. Dass dieser Skandal von den AerztInnen selbst nicht thematisiert wird, hat mit deren Schamgefühlen zu tun. Doch schämen sollte sich die Santésuisse: diese etikettiert mit ihrer Methode zur Erfassung von Überarztung mehr als 90% falsch. Über 15'000 AerztInnen wurden in der Schweiz in den letzten 10 Jahren teils massiv unter Druck gesetzt, bei ihren Patienten entgegen der eigenen medizinischen Auffassung Geld zu sparen: wohlgemerkt, zum Schaden der sich ihnen anvertrauenden Menschen. Dies ist inakzeptabel und verantwortungslos. Bei den betroffenen AerztInnen führt das ungerechte Wirtschaftlichkeitsverfahren der Santésuisse zu Gefühlen der Sinnlosigkeit, zu ruinösen Gerichtsverhandlungen, zu Persönlichkeitsverletzung und zur Zerrüttung von ganzen Arztfamilien. Der Stress bei den Opfern ist kaum zu beschreiben. Damit erreicht die Santésuisse ein faktisches Globalbudget in der medizinischen Versorgung und ist ein wichtiger aber von den AerztInnen aus Schamgefühlen verschwiegener Grund für die Unattraktivität des Hausarztberufes. Es ist unethisch, diese Tatsachen der Öffentlichkeit zu verschweigen. Die Arzt-Patientenbeziehung unterliegt dem Auftragsrecht und ist bei Zuwiderhandlung zivilrechtlich einklagbar. Es ist völlig ausgeschlossen, dass dabei der Arzt wider besseres Wissen und gegen sein Gewissen dem Patienten Heilungsmöglichkeiten und Präventionswege verweigert, ohne dass der Patient davon erfährt und ohne dass das Problem des Globalbudgets mit dem Patienten offen diskutiert wird. Die PatientInnen sind auch gut beraten, ihren Hausarzt zu fragen, ob er von der Santésuisse auch gezwungen wird, zu sparen.
Die Wirtschaftlichkeitsverfahren der Santésuisse sind ruinös, gesetzlich in dieser Art nicht verankert, unethisch und fördern versteckte Rationierung. Da es bessere Methoden zur Erfüllung des Gesetzes gibt, ist das Moratorium für die Santésuisse Methode überfällig.
Thematisiert verdeckte Rationierung
Verweigert aus ethischen Gründen den Dialog mit santésuisse / Text zum Video als pdf




