EPROS (Ethical Public Reporting of Statistcs)



Für eine wissenschaftlich korrekte Interpretaion und Publikation statistischer Daten.

Der VEMS setzt sich für eine wissenschaftlich korrekte Interpretation und Publikation statistischer Daten ein. Insbesondere die Public Health Studien, welche Grundlagen für wichtige gesundheitspolitische Entscheide liefern, müssen den Anforderungen bezüglich Wissenschaftlichkeit genügen und sollten von einer unabhängigen Drittstelle daraufhin überprüft werden.



Hintergrund

Die Public Health Institute sind in der Schweiz alle den Universitäten angegliedert und produzieren öffentlich relevante Publikationen zu Fragen der Gesundheit und auch zu Fragen der gerechten Ressourcen-Allokation. Trotzdem hat keines dieser Institute die Charta der öffentlichen Statistik des Ethikrates unterzeichnet oder ist dem Ethikrat beigetreten.
Die Institute prüfen sich lediglich durch Reviews untereinander, nicht aber durch Einholung der Zweitmeinung bei einer unabhängigen Stelle. Die Studien der Public Health Institute werden von Medien und von Politik unreflektiert aufgenommen und verdichten sich zu Wahrheiten, indem sie so die Volksmeinung bilden und wichtige Grundlagen des Gesundheitswesens schaffen.


Negative Folgen
Durch die unangefochtene "Meinungshoheit" der Public Health Institute besteht die Gefahr, dass Studien in Umlauf geraten, die wissenschaftlichen Standards nicht genügen. Journalisten und Politiker stützen sich auf die wissenschaftliche Qualität, für die der Absender bürgt, und übernehmen die in den Arbeiten postulierten Positionen für die Meinungsbildung der Bürgerinnen und Bürger einerseits und als Grundlage für ihre Entscheide andererseits. Wer die Wissenschaftlichkeitl der Studien infrage stellt, hat kaum Chancen, ernst genommen zu werden, so begründet seine Argumente auch sein mögen. Die Folge ist einerseits, dass das Volk nicht nur an der Urne, sondern auch beim Praxisbesuch Entscheidungen fällt, die hohe Folgekosten haben. Andererseits werden so gesundheitspolitische Entscheide durch Politik und Institutionen mit hohen, nicht absehbaren Kostenfolgen gefällt.


Arbeit des VEMS
Die Prüfung von Gesundheits-Studien innerhalb und unter den Instituten selbst schafft Verbindlichkeiten, die der Wissenschaftlichkeit nicht förderlich sind. Was fehlt, ist eine Prüfung durch unabhängige Stellen, beispielsweise durch das Medical Board oder durch die SAMW. Auch eine Prüfung der Studien durch Zweitmeinungen unabhängiger Institute im Ausland wäre ein Weg hin zu mehr Transparenz und Wissenschaftlichkeit. Der VEMS untersucht exemplarisch Studien, die den Ansprüchen an die Wissenschaftlichkeit nicht genügen. Studien, bei denen wir begründete Einwände haben, legen wir mit einer Beschwerde dem Ethikrat für Statistik vor. Ebenfalls werden diese Studien und unsere Bedenken auf dieser Seite publik gemacht und Medien und Entscheidungsträgern geschickt.


Resultate
Hier kommt dann pro Studie ein PDF.