Sieben Fragen, die man uns oft stellt, sieben Antworten, die Klarheit schaffen.


Wer bezahlt den VEMS für seine Arbeit?
Der VEMS erhält sich dank der Finanzierung über die Fairfond Stiftung für Fairness im Gesundheitswesen ausschliesslich aus Donationen und Freiwilligenarbeit privater Individuen und Organisationen, welche an ihre Finanzierung oder Hilfe keinerlei Vorlagen für die Arbeit des VEMS knüpfen.


Es gibt doch schon sehr viele Instanzen für Ethik in der Medizin, und auch Branchenverbände und Patientenschutzorganisationen setzen sich dafür ein, wozu braucht es da noch den VEMS?
Die verschiedenen Akteure im Gesundheitswesen sind alle einerseits Spezialisten und andererseits mehr oder weniger von Eigeninteressen geleitet und daher nicht unbedingt unvoreingenommen. Dies hat zur Folge, dass ungünstige Kräfteverhältnisse schnell zu Situationen führen, die jeweils nur für bestimmte dieser Akteure von Vorteil sind und insgesamt nachteilig, oder dass fachspezifische Fragen so gestellt werden, dass sie für Laien nicht verständlich sind und diese folglich auch nicht adäquat darauf reagieren können. Hier nimmt der VEMS seine Rolle wahr, indem wir komplexe statistische und wissenschaftliche Fragen kritisch analysieren und überprüfen, um unsere Schlussfolgerungen dann in eine Sprache zu bringen, die Laien nicht vom demokratischen Prozess um WZW, DRG, HTA und QALY ausschliesst.


Was ist die Rolle des VEMS im Gesundheitswesen?
Unser Key-Visual der Dominosteine zeigt sehr schön, wie unsere Rolle zu verstehen ist: Wir stossen Prozesse an, was wir können, weil wir dynamischer und unabhängiger sind als grössere Organisationen wie FMH, BAG, SAMW, Fachverbände und Patientenschutzorganisationen. Diese sensibilisieren und aktivieren wir mit unserer Arbeit.


Ist der VEMS eine politische Organisation oder eine Ärztelobby?
Weder noch. Der VEMS ist ein von sämtlichen Akteuren des Gesundheitswesens (Leistungserbringern, Krankenkassen, Industrie) unabhängiger, religionsneutraler, nicht politischer wissenschaftlicher Verein an der Schnittstelle von Medizin und Ethik.


Was sind die Ziele des VEMS?
Unser Ziel ist es, dass das Gesundheitswesen Schweiz wieder für den Menschen da ist, nicht umgekehrt. Hierzu müssen die Anreize für den Arzt so gesetzt sein, dass er überhaupt zum Wohle seines Patienten handeln kann, die Grundlagen von Verfahren und Steuerungsentscheiden müssen wissenschaftlich fundiert sein, Empfehlungen und Überprüfungen durch medizinische Fachleute erfolgen.


Wie entscheidet der VEMS, wo er sich engagiert?
Der VEMS entwickelt seine Aktivitäten im Gesundheitswesen dort, wo aufgrund von Voreingenommenheiten und Verbindlichkeiten wissenschaftlich mangelhafte Grundlagen den Diskurs führen und in eine medizinisch-ethisch problematische Richtung zu lenken drohen.


Wie geht der VEMS vor?
Dank seiner Unabhängigkeit kann der VEMS bestehende Grundlagen und ihre Implikationen unvoreingenommen hinterfragen und gegebenenfalls neue Grundlagen schaffen.  Hierzu ziehen wir jeweils unabhängige Experten aus dem In- und Ausland bei. Die Verfassung der auf den so gewonnenen Gutachten basierenden Stellungsnahmen, Thesenpapieren und Vorschlägen wird vom Sekretariat in Zusammenarbeit mit den Vorstandsmitgliedern geleistet, ebenso wie die Arbeit, diese zu kommunizieren.