Unverhältnismässige Medikamentenpreise gefährden die Versorgungssicherheit, manipulative Kosten-Wirksamkeits-Beurteilungen diskriminieren Patienten.

Wie jede Firma, so muss auch eine Pharmafirma Gewinn erwirtschaften, um zu überleben. Da die Entwicklung von Medikamenten ein Geschäft mit hohem Risiko ist, ist auch verständlich, dass die Gewinne hier höher sein müssen als beispielsweise bei einem Dienstleistungsunternehmen. In jüngster Zeit häufen sich aber Fälle, wo überrissene Preise zur Situation führen, dass Medikamente, die dringend nötig sind und hochwirksam, die Patienten nicht erreichen, weil die Behörden mit Weisungen, sogenannten Limitationsentscheiden, den Kassen verbieten, diese zu vergüten. Dass solche Situationen nicht nur in Drittweltländern, sondern auch in der Schweiz möglich sind, einem reichen Land mit einer äusserst erfolgreichen pharmazeutischen Industrie, ist ein Skandal. Die Schuld daran trägt ein ungünstiges Zusammenspiel von Industrie, Krankenkassen und Behörden, in welchem die Kräfteverhältnisse nicht ausgeglichen sind.

Spezialisten urteilen über Spezialisten

Die Arbeit eines Spezialisten kann nur ein Spezialist objektiv beurteilen.